Airbus-Standorte Voith will nicht mehr

Auf die Airbus-Standorte hat man bei dem Maschinenbauer Voith keine Lust mehr - das Unternehmen zieht sich aus dem Bieterrennen zurück. Es fehle das tragfähige Konzept, heißt es von Voith.

Heidenheim - Der Maschinenbauer Voith zieht sich aus dem Bieterverfahren um die Airbus-Standorte in Deutschland zurück. Das sagte Voith-Chef Hermut Kormann am Dienstag in Heidenheim. Das Unternehmen habe nach eingehender Beratung in den Gremien keine Möglichkeit gesehen, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das den beiderseitigen Vorstellungen gerecht werde.

Airbus will sich im Zuge seines Sanierungsprogramms Power 8 von den drei Werke Nordenham, Laupheim und Varel trennen. Für die Liste der zum Verkauf stehenden Werke soll auch Augsburg vorgeschlagen werden, wie der Chef des Airbus-Mutterkonzerns Airbus, Louis Gallois, Ende September angekündigt hatte.

Dabei geht es dem Unternehmen offenbar gut. Der Anlagenbauer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 beim Umsatz erstmals die Vier-Milliarden-Euro-Marke durchbrochen. Die Erlöse stiegen von 3,74 Milliarden Euro um neun Prozent auf etwa 4,06 Milliarden Euro, wie das Familienunternehmen am Dienstag in Heidenheim bei der Präsentation der vorläufigen Zahlen mitteilte.

Der Auftragseingang kletterte um 20 Prozent auf rund fünf Milliarden Euro. Genaue Zahlen und das Ergebnis sollen bei der Bilanzpressekonferenz im Frühjahr bekannt gegeben werden. Finanzvorstand Hermann Jung betonte aber, dass man mit dem Ergebnis "nicht unzufrieden" sei.

manager-magazin.de mit Material von ap und dpa