Eon Bienvenue, GDF

Öffnet Eon französischen Energiekonzernen die Tür nach Deutschland? Angeblich verhandeln die Düsseldorfer mit den vor der Fusion stehenden Unternehmen Gaz de France und Suez über einen Beteiligungstausch. Zur Disposition steht möglicherweise der Eon-Anteil an der Berliner Gasag.

Düsseldorf - Wie die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag vorab berichtete, ist Eon  an der belgischen GDF- und Suez-Tochter Distrigaz interessiert. GDF liebäugele im Gegenzug mit dem Berliner Gasversorger Gasag, an dem Eon indirekt knapp 37 Prozent hält.

Eon hatte bereits grundsätzliches Interesse an Geschäftsbereichen in Belgien signalisiert, von denen sich GDF und Suez im Zuge ihrer Fusion trennen müssen.

Dem Blatt zufolge führen GDF und Suez "strategische Gespräche" mit dem fünftgrößten deutschen Versorger EWE in Oldenburg. GDF warte seit Jahren auf eine Gelegenheit, ihre Beteiligung an dem Leipziger Verbundnetz Gas (VNG) aufzustocken. EWE-Chef Werner Brinker sagte, der VNG-Anteil seines Unternehmens solle nicht verkauft werden. Er fügte hinzu: "Es wird keinen Zusammenschluss zwischen GDF und EWE geben."

Wie die "Süddeutsche Zeitung" außerdem berichtete, interessieren sich GDF/Suez auch für den Gasnetzbetreiber BEB, der von Exxon  und Royal Dutch Shell  veräußert werde. Ferner seien sie in der Endrunde um die Privatisierung der Stadtwerke Leipzig unter den letzten drei Bietern.

Ein Eon-Sprecher wollte sich auf Anfrage am Freitagabend dazu nicht äußern. "Grundsätzlich kommentieren wir Spekulationen nicht."

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.