EADS "Keinen Insiderhandel betrieben"

Thomas Enders weist Berichte zurück, wonach er an Insidergeschäften beteiligt gewesen sein soll. Kritik übt der Airbus-Chef an der französischen Börsenaufsicht - diese solle künftig "rechtlich einwandfrei und transparent" arbeiten.

Paris - Airbus-Chef Thomas Enders hat in einem Brief an die französische Börsenaufsicht (AMF) gegen "Rufschädigung" protestiert. "Ich habe zu keiner Zeit Insiderhandel betrieben.

Niemand erhebt gegen mich den Vorwurf des Insiderhandels, auch nicht die AMF. Ich weise deshalb alle Anschuldigungen und Unterstellungen in der Presse zurück", heißt es in einem Schreiben von Enders an die Führungskräfte, das der Nachrichtenagentur dpa vorlag.

Die französische Zeitung "Le Figaro" hatte am Vortag über erste Ermittlungsergebnisse der Börsenaufsicht berichtet. Demnach stehen Management und Hauptaktionäre unter dem Verdacht, illegale Millionengeschäfte mit Aktien gemacht zu haben.

Enders warf der Börsenaufsicht vor, dass er bislang keine Kopie des im "Figaro" zitierten Berichts erhalten habe. Er forderte die Behörde auf, den Prozess künftig "rechtlich einwandfrei und transparent" zu gestalten und schloss rechtliche Schritte nicht aus.

Die AMF ermittelt wegen möglichen Insiderhandels von EADS- und Airbus-Managern. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die AMF einen Zwischenbericht an die französische Staatsanwaltschaft übermittelt hatte.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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