IKB Gewinneinbruch mit Ansage

Die Mittelstandsbank IKB hat deutlich weniger Geld verdient als ursprünglich angekündigt. Im Sommer klang das noch ganz anders. Unter dem Strich und zum Ende des Geschäftsjahres rechnet das Geldhaus mit einem Verlust von 700 Millionen Euro. Die Börsianer haben allerdings nichts anderes erwartet.

Düsseldorf - Die in Schieflage geratene Mittelstandsbank IKB  hat in ihrem noch vor der Krise zu Ende gegangenen erstem Geschäftsquartal (Ende 30. Juni) deutlich weniger verdient als im Sommer angekündigt.

In den Monaten April bis Juni sei habe das operative Ergebnis auf 18,4 Millionen Euro gesunken, deutlicher weniger als die 54 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen am Freitag in Düsseldorf mit. Im Sommer hatte die Bank noch einen Gewinnanstieg um 15 Prozent angekündigt.

Der Zinsüberschuss lag bei 142 Millionen Euro, im Vorjahr war es eine Million mehr. Das Provisionsergebnis ging von 25 auf 23 Millionen Euro zurück. Die IKB bekräftigte, bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres 2007/08 (per Ende März) einen Verlust von bis zu 700 Millionen Euro zu erwarten.

Die Auswirkungen der aktuellen Krise seien in den Zahlen des Quartals aber nur erkennbar, da der Zeitraum bereits vor bekanntwerden der Probleme mit dem US-Subprime-Engagement zu Ende gegangen sei. Für das gesamte Geschäftsjahr, das noch bis Ende März läuft, sei weiter mit einem Jahresfehlbetrag von bis zu 700 Millionen Euro zu rechnen.

"Die Zahlen klingen wie erwartet nicht zu schlecht, und der Verlust von 700 Millionen Euro war erwartet worden", sagte ein Händler in einer ersten Einschätzung. Haupttreiber für die Aktie sollte sein, wer den 38-prozentigen Anteil der KfW übernehme.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters