Familie Quandt Kein Einstieg bei Daimler

Das amtliche Dementi ist da - die Industriellenfamilie Quandt, Großaktionärin bei BMW, will nicht beim Konkurrenten Daimler einsteigen. Ein entsprechendes Gerücht machte zuletzt immer wieder die Runde.

Düsseldorf - Die Familie Quandt will als Großaktionärin von BMW  entgegen hartnäckigen Spekulationen nicht auch noch beim Konkurrenten DaimlerChrysler  einsteigen. "Da ist absolut nichts dran", sagte Jörg Appelhans, Sprecher der Familie Quandt, dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). Die BMW-Großaktionärin habe kein Interesse an einer Beteiligung. BMW-Chef Norbert Reithofer bekräftigte allerdings, dass er sich weitere Kooperationen mit Mercedes vorstellen kann.

In den vergangenen Wochen hatte es an den Finanzmärkten und in der Branche Spekulationen über eine mögliche Überkreuz-Beteiligung von Daimler und BMW oder einen Einstieg der Quandts bei Daimler gegeben. Dadurch wurde zeitweise auch der Daimler-Aktienkurs beflügelt. "Das sind haltlose Spekulationen", sagte nun Sprecher Appelhans.

Daimler und BMW arbeiten derzeit unter anderem bei der Entwicklung von Hybrid-Antrieben zusammen. Angesichts der neuen Herausforderungen durch die Klimadebatte ist eine Ausweitung von einzelnen technischen Kooperationen im Gespräch. Reithofer sagte der Zeitschrift "Auto Motor und Sport": "Ich bin der Meinung, dass strategische Allianzen nicht das Richtige sind für die BMW Group. Wir müssen uns aber offen halten für Kooperationen, dort wo für zwei Firmen durch ein Kooperationsprojekt eine Win-Win-Situation entsteht."

Er könne sich eine Erweiterung der Kooperationen mit Mercedes zum Beispiel auf dem Gebiet der Motorenentwicklung vorstellen. Allerdings werde BMW "darauf achten, dass die unterschiedlichen Charaktere der Marken in den Antriebsaggregaten gewahrt bleiben."

manager-magazin.de mit Material von dpa