Dienstag, 17. September 2019

Offene Gesellschaft Warum Frauen wirklich nicht einparken können ...

... weil sie nämlich viel zu selten gewalttätige Computerspiele spielen. Das wollen zumindest kanadische Wissenschaftler herausgefunden haben.

Wenn es heute um Unterschiede zwischen Mann und Frau geht, dann gibt es nach gängiger Lesart einen klaren Schuldigen: die Mammuts. Sie sollen unter anderem dazu beigetragen haben, dass Frauen heute nicht vernünftig einparken, dafür aber besser Konflikte lösen können.

 Christian Rickens , Redakteur bei manager magazin
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Christian Rickens, Redakteur bei manager magazin
Weil die Frauen nämlich früher in der Höhle blieben, sich um die Kinder kümmerten, und allenfalls mal ein paar Pilze sammelten, trainierten sie genau diese Fähigkeit. Die Männer hingegen gingen auf die Jagd, mussten abschätzen, wie weit der Speer fliegen würde und wie groß eine Fallgrube sein muss, damit das Mammut hineintappt. Kurz: Sie mussten ihr räumliches Vorstellungsvermögen trainieren, ähnlich wie beim Einparken.

Doch nur in Saudi-Arabien hat man die einzig richtige Schlussfolgerung aus der Mammut-Theorie gezogen und den Frauen das Autofahren gleich verboten.

Noch vor zehn Jahren hätte man sich in gebildeten Kreisen lächerlich gemacht mit eben jener Generalthese, dass genetisch-evolutionär bedingte Unterschiede Frauen zu anderen Dingen befähigen als Männer. Doch dank des Dauerfeuers einiger mehr oder weniger ernst zu nehmender Publizisten ist die Mammut-These inzwischen fast schon gesellschaftlicher Mainstream. Bester Beleg: die Erfolge von Büchern wie "Das Eva-Prinzip" (Eva Herman), "Minimum" (Frank Schirrmacher) oder "Das weibliche Gehirn - warum Frauen anders sind als Männer" (Louann Brizendine).

Doch jetzt gibt es endlich Munition für die Gegenseite. Jene hoffnungslos in die Defensive geratene Gemeinde, die noch immer glaubt: Unterschiedliche Fähigkeiten zwischen Mann und Frau liegen vor allem an Unterschieden in der Erziehung und in den geschlechterspezifischen Erwartungen, die die Umwelt an Männer und Frauen richtet, kurz: Schuld habe die Gesellschaft, nicht das Genom.

In einem Experiment haben jetzt Wissenschaftler der Universität Toronto unter der Führung des Psychologie-Professors Ian Spence Folgendes herausgefunden: Männer haben (Feministinnen! Jetzt ganz stark sein!) zwar im Schnitt tatsächlich ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen als Frauen. Auf den ersten Blick ein Beleg für die Mammut-These.

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