Otto Manufactum übernommen

Der Handelskonzern Otto hat das Versandhaus Manufactum übernommen. Schon im Dezember soll der Übergang stattfinden. Bereits jetzt hält Otto 50 Prozent des Unternehmens.

Hamburg - Die Hamburger Handelsgruppe Otto hat den Spezialversender Manufactum komplett übernommen. Das Bundeskartellamt habe der Übernahme am vergangenen Donnerstag zugestimmt. Die Otto-Gruppe ist seit 1998 an Manufactum beteiligt, bislang mit 50 Prozent.

Manufactum war vor 19 Jahren vom gelernten Buchhändler und ehemaligen Geschäftsführer der westfälischen Grünen, Thomas Hoof, gegründet worden und erwirtschaftete zuletzt mit 150 Beschäftigen einen Umsatz von 100 Millionen Euro. Manufactum verkauft per Katalog, per Internet und in eigenen Warenhäusern Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs im Retro-Stil von der Bürste bis zur Grillzange.

Das Unternehmen vertreibt seine Waren über mittlerweile sechs Filialen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Großbritannien. Hoof bleibt der Firma verbunden, hieß es.

Die Übernahme läuft über die Heinrich Heine GmbH, ein Tochterunternehmen der Otto Gruppe. Zum 31. Dezember soll sie erfolgen. Heine ist dann alleiniger Gesellschafter von Manufactum.

"Wir sind sehr stolz, dieses schöne und erfolgreiche Multichannel-Konzept nunmehr vollständig in unsere Unternehmensgruppe aufzunehmen. Oberste Priorität ist die Kontinuität und die zukunftsgerichtete Weiterentwicklung von Manufactum", sagte Werner Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung von Heine, anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Der Kaufpreis soll bei maximal 100 Millionen Euro liegen, wollen informierte Kreise wissen.

Erst in der vergangenen Woche hatte Michael Otto seinen Abschied von der Spitze des Familienkonzerns gefeiert. Ihm zu Ehren kamen mehrere Hundert hochrangige Gäste nach Hamburg. Otto übergibt den Vorstandsvorsitz zum 1. Oktober nach 26 Jahren an seinen Nachfolger Hans-Otto Schrader.

manager-magazin.de mit Material von dpa