Marktturbulenzen EU probt Krisenmanagement

Die EU-Finanzminister wollen offenbar ihr Krisenmanagement für den Fall einer internationalen Finanzkrise verbessern. Staatliche Finanzspritzen für in Not geratene Banken sollen künftig die Ausnahme sein.

Porto - Bei ihrem Treffen im nordportugiesischen Porto am Freitag und Samstag liegt den Ressortchefs der 27 EU-Staaten ein Arbeitsdokument vor, das "gemeinsame Prinzipien für den Fall einer grenzüberschreitenden Finanzkrise" beschreibt. Dies berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Brüsseler Diplomatenkreise.

Wichtigste neue Regel der Europäischen Union: Staatliche Finanzspritzen für in Not geratene Bankinstitute sollen auf Ausnahmesituationen beschränkt werden. Solche Rettungsaktionen seien "nur bei einer ernsthaften Störung der Wirtschaft und bei übergeordneten sozialen Vorteilen" akzeptabel, heißt es in dem Papier.

Außerdem dürften die üblichen EU-Wettbewerbsregeln nicht ausgehebelt werden. Das Ziel eines gemeinsamen EU-Krisenmanagements sei es, "die Stabilität der Finanzmärkte zu garantieren, nicht einzelne Bankinstitute zu erhalten".

manager-magazin.de mit Material von ddp

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