Volkswagen Interesse an Proton

Volkswagen will offenbar beim malaysischen Autobauer Proton einsteigen und den Anteil auf mehr als 50 Prozent steigern. "In eine solche Richtung könnte es laufen", sagte Konzernchef Martin Winterkorn in einem Interview.

Frankfurt/Kuala Lumpur - Der Volkswagen-Konzern denkt über einen Einstieg beim malaysischen Autobauer Proton nach. VW-Chef Martin Winterkorn liebäugele mit einer 20-Prozent-Beteiligung, die später auf mehr als 50 Prozent gesteigert werden könnte, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erklärte Winterkorn dazu: "Das ist noch nicht verhandelt, in eine solche Richtung könnte es aber laufen." Volkswagen  wolle sein Risiko minimieren, "wobei uns zum Beispiel auch das flächendeckende Händlernetz von Proton interessiert."

Allerdings sei der Wolfsburger Autobauer "noch nicht einmal in der Nähe einer Due Diligence". Zuerst wolle Winterkorn sich mit dem malaysischen Staatspräsidenten treffen. Proton steht unter staatlicher Kontrolle.

Bisher hat Volkswagen kein formelles Angebot für einen Proton-Anteil abgegeben. Das sagte der malaysische Premierminister Abdullah Ahmad Badawi am Donnerstag.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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