Ökolandbau Seehofer will Geld für Biobauern kürzen

Agrarminister Horst Seehofer will die Bundessubventionen für die ökologische Landwirtschaft stark kürzen. Die SPD protestiert: Da die Produktion in Deutschland die gestiegene Nachfrage nicht mehr befriedigen könne, sei eine Kürzung ein falsches Signal.

Die SPD ist verärgert über Agrarminister Horst Seehofer (CSU), weil dieser die Mittel für den ökologischen Landbau massiv kürzen will. "Minister Seehofer setzt die falschen Prioritäten. Die Einschnitte beim Biolandbau werden wir so nicht mittragen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD im Bundestag, Ulrich Kelber, der "Berliner Zeitung".

Seehofer will die Bundesmittel für die ökologische Landwirtschaft nächstes Jahr um etwa ein Drittel kürzen. Mittelfristig soll es gar kein Geld mehr geben. Die SPD fordert laut Kelber nun, die Förderung mindestens auf dem jetzigen Level festzuschreiben. Dieses Jahr standen im Bundesprogramm ökologischer Landbau noch 16 Millionen Euro zur Verfügung. 2008 sollen es nur noch zehn Millionen Euro sein. Ab 2010 soll das Programm, mit dem etwa die Umstellung auf Ökolandbau oder das Marketing gefördert wird, nach dem Willen Seehofers ganz wegfallen.

SPD-Agrarexperte Gustav Herzog sagte, die Kürzung sei ein falsches Signal. Die Nachfrage nach Bioprodukten sei so groß, dass heimische Produzenten nicht mehr genügend liefern könnten. Ziel müsse es sein, mit Hilfe von Fördergeldern mehr Landwirte zum Ökolandbau zu animieren.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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