WestLB-Krise Citigroup berät Land NRW

Die Citigroup berät die nordrhein-westfälische Landesregierung bei ihren Entscheidungen zur Zukunft der WestLB. Das Land sperrt sich gegen einen von den Sparkassenverbänden befürworteten Verkauf an die LBBW. In dieser Woche beraten die Eigentümer erneut.

Düsseldorf - Die Citigroup  sei beauftragt worden, "alle Optionen zu untersuchen und ihre Auswirkungen insbesondere im Hinblick auf den Finanzplatz Nordrhein-Westfalen aufzuzeigen", teilte das Finanzministerium am Montag mit. Die WestLB steht im Mittelpunkt von Diskussionen zur Neuordnung der Landesbanken in Deutschland.

Dabei sind sich die Eigentümer uneins über die Zukunft der nordrhein-westfälischen Bank. Während die beiden NRW-Sparkassenverbände eine Fusion der WestLB mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) befürworten, steht die Landesregierung dieser Lösung bislang ablehnend gegenüber.

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) befürchtet bei einem Zusammengehen der WestLB mit der größeren LBBW Arbeitsplatzverluste in Nordrhein-Westfalen und Nachteile für den Finanzplatz Düsseldorf. An diesem Donnerstag treffen sich die Eigentümer erneut, um über ihr Vorgehen und die Zukunft der nordrhein-westfälischen Landesbank zu beraten.

Das Land ist mit 38 Prozent größter Einzeleigentümer der WestLB, die beiden Sparkassenverbände verfügen allerdings mit zusammen 50,4 Prozent über die Mehrheit.

Die WestLB war durch fehlgeschlagene Aktienspekulationen in Bedrängnis geraten. Im ersten Halbjahr hatte die Bank im sogenannten Eigenhandel mit Aktien 603 Millionen Euro verloren und in der Folge rote Zahlen geschrieben.

manager-magazin.de mit Material von dpa