Opel Zurück in die Oberklasse

Der Rüsselsheimer Autobauer Opel wird in die Oberklasse zurückkehren. Bis 2009 könnte ein Modell oberhalb des Vectra marktreif sein: Beobachter rechnen mit einer Kombination aus Minivan, Geländewagen und Kombi.

Frankfurt am Main - "Wir sind fest entschlossen, dem Opel-Kunden ein Auto oberhalb des Vectra anzubieten", sagte der Europa-Chef des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) und frühere Opel-Chef, Carl-Peter Forster, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Auf der Automobilausstellung IAA vor vier Jahren hatte Opel ein entsprechendes Fahrzeug als Studie gezeigt, nun stehe die Realisierung an. Einige Meilensteine in der Entwicklung seien geschafft, "nun sind wir in der Phase der Verfeinerung der Konzepte."

Beobachter rechnen damit, dass ein solches Fahrzeug 2009 auf den Markt kommen könnte. Nach früheren Angaben von Opel soll es keine einfache Limousine, sondern ein Crossover-Modell sein, das Eigenschaften von Minivan, Geländewagen und Kombi vereint. Ein Name stehe noch nicht fest. Einige Branchenexperten erwarten, dass Opel den Namen des legendären "Kapitäns" wiederbeleben könnte.

Forster fordert Verschrottungsprämie für Altwagen

Vor Beginn der 62. IAA in Frankfurt sprach sich Forster zudem für umweltverträgliche Autos aus, die für den Kunden bezahlbar sein müssten. Der GM-Europa-Chef forderte eine staatliche Verschrottungsprämie für Altfahrzeuge, wie es sie in Italien und Spanien gebe: "Ich halte das auch für richtig, wenn die Politik gleichzeitig umweltfreundliche Autos mit einem Kohlendioxidausstoß von weniger als 130 Gramm je Kilometer fordert." Opel zahlt Kunden derzeit beim Kauf eines Neuwagens eine Verschrottungsprämie von 1.000 Euro.

Hybridwagen mit Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor sieht Forster nicht als alleinige Lösung zur Reduzierung des CO2- Ausstoßes an. "Ich weiß, dass viele das in Deutschland angesichts der unglaublichen Verliebtheit in die Hybridtechnologie nicht gern hören, aber bei der Kombination von Benzin- und Elektromotor muss man extrem auf die Kosten achten."

manager-magazin.de mit Material von dpa

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