GM Dieseloffensive mit Hilfe von Opel

General Motors will verstärkt auf Diesel-Modelle von Opel zurückgreifen, um den Trend zu sparsameren Fahrzeugen in den USA befriedigen zu können. Man wolle die Diesel-Kompetenz aus Rüsselsheim verstärkt nutzen, erklärte Konzernchef Rick Wagoner. Zudem will der Konzern mit einem neuen 4000-Dollar-Auto angreifen.

Berlin - "Dadurch, dass wir in Europa eine starke Präsenz von selbst entwickelten und produzierten Dieseln haben, können wir diese auch in Schwesterprodukten in den USA anbieten", so Wagoner in einem Interview mit der Zeitschrift "auto motor und sport". Dabei würden Opel-Dieselmodelle unter dem Logo der Schwestermarke Saturn angeboten. "Das ist der logische Start, denn Saturn ist gegen europäische und asiatische Marken positioniert."

Allerdings erwartet Wagoner zunächst eher überschaubare Stückzahlen. "Wahrscheinlich werden es nicht große Volumen sein. Denn der Diesel ist in den USA vom Image her historisch vorbelastet, der Treibstoff ist nicht wesentlich billiger als Benzin, die Motoren dafür aber wesentlich teurer in der Anschaffung als Benziner." Denkbar sei auch das Angebot von Diesel-Modellen der Konzernmarken Chevrolet, Cadillac und Saab in die USA.

Die Hybrid-Kooperation mit BMW  und DaimlerChrysler  bezeichnet Wagoner als "sehr fruchtbar". Ende des Jahres werde man wie geplant den Chevy Tahoe und GMC Yukon mit den Ergebnissen dieser Kooperation auf den Markt bringen. In den kommenden vier Jahren bringe General Motors  insgesamt 16 neue Hybrid-Modelle in den Markt.

Neue Werke in Schwellenländern

General Motors will außerdem seine Präsenz ausbauen und in neue Fertigungswerke investieren. Gegenüber "auto motor und sport" sagte Wagoner: "Derzeit haben wir weltweit 82 Fertigungswerke. In Russland, Indien und Mexiko sind wir gerade dabei, je ein neues Werk zu bauen. Darüber hinaus wollen wir in den kommenden fünf Jahren zwei, drei weitere errichten." Endgültige Entscheidungen seien noch nicht getroffen.

Es stehe fest, dass GM die Produktionskapazität in der Region Asia-Pazifik erhöhen müsse - vor allem im chinesischen Markt. In den USA werde GM weiterhin Überkapazitäten abbauen.

Billigauto für 4000 Dollar geplant

General Motors werde weltweit stark in die Entwicklung von Billigautos investieren und ein Low-Cost-Fahrzeug für unter 4.000 Dollar entwickeln. "In Brasilien sind wir in diesem Segment mit Chevrolet gut vertreten", sagte Wagoner.

"Schon heute haben wir hier eine Architektur, die uns rund 4.000 Dollar kostet. Wir haben weltweit einige sehr wettbewerbsfähige Low-Cost-Architekturen. Besonders in Indien sieht Wagoner Wachstumschancen, aber auch Preisdruck.

manager-magazin.de

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