Produktpiraterie BMW zieht in den Kampf

BMW hat Klage gegen einen Importeur von mutmaßlichen Produktfälschungen aus China eingereicht. Ziel sei, dass der Geländewagen Shuanghuan Ceo, der dem BMW-Modell X5 ähnele, nicht in Deutschland verkauft werden dürfe. Bisher allerdings will sich der Importeur des Fahrzeugs dem Druck nicht beugen.

Hamburg - Der Plagiatsstreit zwischen deutschen Automobilherstellern und einem chinesischen Konkurrenten geht vor Gericht. BMW  habe Klage gegen den Vertrieb des Geländewagens Ceo aus China in Deutschland eingereicht, teilte ein Unternehmenssprecher am Freitag in München mit.

Man habe Hinweise darauf, dass der Ceo des chinesischen Herstellers Shuanghuan, der aus Sicht von BMW eine Kopie des X5 darstellt, demnächst in den Vertrieb gehen sollte. Zu weiteren Details wollte sich der Sprecher mit Verweis auf das schwebende Verfahren nicht äußern.

Ungeachtet der Klage will der Importeur "China Automobile Deutschland" den Ceo auf der Automesse IAA kommende Woche in Frankfurt am Main zeigen. "Das Auto sieht keinem BMW-Modell ähnlich", sagte Unternehmenschef Karl Schlössl der Branchenzeitung "Automobilwoche".

Den chinesischen Kleinwagen Noble will Schlössl dem Blatt zufolge hingegen nicht auf der Messe präsentieren. Mercedes betrachtet den Noble als eine Smart-Kopie und plant ebenfalls rechtliche Schritte: "Wir werden mit allen juristischen Mitteln gegen Kopien vorgehen", sagte Mercedes-Manager Rainer Schmückle der Zeitung. VDA-Präsident Matthias Wissmann kündigte an, gegen Kopien aus China hart durchzugreifen: "Ein Plagiat hat keinen Platz auf der IAA", sagte Wissmann dem Blatt.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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