Konjunktur Export stützt den Aufschwung

Der Außenhandel bescherte der deutschen Wirtschaft im Juli einen noch größeren Überschuss als erwartet. Neben dem weiterhin starken Export trug dazu auch ein Rückgang der Importe bei. Trotz der schwächeren Weltwirtschaft ist das deutsche Wachstum auch in Zukunft zum Großteil der ausländischen Nachfrage zu verdanken.

Wiesbaden - Der deutsche Handelsbilanzüberschuss ist im Juli wegen der gesunkenen Importe höher ausgefallen als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, wies die Handelsbilanz einen Überschuss von 17,9 Milliarden Euro auf. Volkswirte hatten einen positiven Saldo von 15,6 Milliarden Euro prognostiziert, im Juli 2006 hatte das Plus bei 13 Milliarden Euro gelegen.

Wie die Statistiker auf Basis vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilten, wurden im Berichtsmonat Waren im Wert von 81,5 Milliarden Euro ausgeführt. Der Wert der Einfuhren belief sich auf 63,6 Milliarden Euro. Die deutschen Exporte lagen damit um 11,8 Prozent und die Importe um 6,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Saisonbereinigt sanken die Exporte gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und die Importe um 2,4 Prozent. Der saisonbereinigte Außenhandelsüberschuss betrug 16,4 Milliarden Euro.

In den ersten sieben Monaten des Jahres betrug der Wert der Ausfuhren 559,8 Milliarden Euro, während das Volumen der Einfuhren auf 444,4 Milliarden Euro beziffert wurde. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum lagen die Exporte damit um 11,3 Prozent und die Importe um 7,4 Prozent höher. Der Außenhandelsüberschuss belief sich von Januar bis Juli auf 115,5 Milliarden Euro gegenüber 89,1 Milliarden Euro vor einem Jahr.

Nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank schloss die Leistungsbilanz im Juli mit einem Überschuss von 14,1 Milliarden Euro ab. Im Juli des Vorjahres hatte die Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 7,3 Milliarden Euro ausgewiesen.

Vom deutschen Außenhandel dürfte nach Einschätzung der Commerzbank weiterhin ein positiver Wachstumsbeitrag ausgehen. Der Trend bei den Exporten zeige weiter nach oben, heißt es in einer Studie der Bank vom Freitag. Die Aufwärtstendenz habe sich allerdings in den vergangenen Monaten etwas abgeschwächt. Die nicht mehr so kräftige Weltkonjunktur - insbesondere in den USA - und der stärkere Euro gingen mithin nicht spurlos am deutschen Außenhandel vorbei.

manager-magazin.de mit Material von ddp und dpa-afx

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