Weltwirtschaft Weniger Wachstum in 2007

Da Wachstum in den meisten Ländern der Welt wird 2007 nicht so stark ausfallen wie gedacht, prognostiziert die OECD. In Deutschland allerdings wächst die Beschäftigtenquote weiter und erreicht einen Höchststand.

Paris - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Wachstumsprognosen für die USA und die Eurozone im laufenden Jahr angesichts der jüngsten Finanzmarktturbulenzen leicht gesenkt.

Die Wirtschaft der USA werde 2007 voraussichtlich mit einer Rate von 1,9 Prozent wachsen, nachdem bislang 2,1 Prozent prognostiziert wurden, teilte die OECD am Mittwoch in Paris mit. Für die Eurozone sei im laufenden Jahr von einem Wachstum von 2,6 Prozent auszugehen, nachdem bislang 2,7 Prozent angenommen wurden.

Auch für Deutschland senkte die OECD ihre Wachstumsprognose. 2007 soll das Land nur noch um 2,6 Prozent wachsen, nicht um 2,9. Dafür steigt die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland. Ende September wird diese Kenngröße nach Schätzungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft (iwd) auf einen neuen Höchststand klettern. Mehr als 40 Millionen Menschen sollen danach im Herbst einer Beschäftigung nachgehen. Ende 2006 waren es rund 33 Millionen, 1970 zirka 26 Millionen Menschen.

Den Zuwachs begründete das arbeitgebernahe Institut neben dem aktuellen Aufschwung auch mit dem Bevölkerungswachstum und der Zuwanderung. In den vergangenen Jahren habe sich darüber hinaus die steigende Berufstätigkeit von Frauen bemerkbar gemacht.

Für Frankreich sieht das OECD 2007 ein Wachstum von 1,8 Prozent. Prognostiziert wurden ursprünglich 2,2 Prozent. Die italienische Wirtschaft wachse im laufenden Jahr voraussichtlich um 1,8 Prozent, nachdem bislang 2,0 Prozent veranschlagt wurden.

Für Japan behielt die OECD ihre Prognose für 2007 von 2,4 Prozent bei, während die Wachstumsschätzung für Großbritannien von 2,7 Prozent auf 3,1 Prozent erhöht wurde.

manager-magazin.de mit Material von dpa