Bahnimmobilien Hochtief vor dem Zuschlag

Der Baukonzern Hochtief und der Finanzinvestor Redwood Grove International stehen offenbar kurz vor der Übernahme der Bahn-Tochter Aurelis. Der Kaufpreis für die Immobilienfirma soll bei rund 1,6 Milliarden Euro liegen.

Essen/Berlin - Ein Konsortium aus dem Baukonzern Hochtief  und dem Finanzinvestor Redwood Grove International steht vor der Übernahme der Bahn-Immobilientochter Aurelis für rund 1,6 Milliarden Euro. Es sei bereits eine vorbereitende Vereinbarung mit der Deutschen Bahn AG geschlossen worden, teilte der Essener Baukonzern am Dienstagabend mit.

Die 100-prozentige Tochter Hochtief Projektentwicklung GmbH und der Finanzinvestor seien je zur Hälfte an dem Konsortium beteiligt. Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG müsse dem Geschäft allerdings noch zustimmen.

Aurelis ist eine Tochtergesellschaft der Bahn und wurde 2002 zur Übernahme von Bahnimmobilien im Zuge der Konzentration auf Kerngeschäftsfelder gegründet. Zum Vermögen gehören der Mitteilung zufolge insbesondere 1495 Liegenschaften mit 27 Millionen Quadratmetern innerstädtischer Flächen in Ballungsgebieten in Deutschland. Die Partner beabsichtigen, die Gesellschaft zum führenden deutschen Entwickler von innerstädtischen Stadtquartieren auszubauen.

Zuvor hatte bereits die "Financial Times Deutschland" vorab von dem Geschäft berichtet. Der Aufsichtsrat der Bahn solle bei seiner Sitzung an diesem Mittwoch dem bereits unterzeichneten Vorvertrag zustimmen, hieß es. Ein Bahnsprecher hatte einen Kommentar vor der Hochtief-Veröffentlichung noch abgelehnt. Laut Zeitung soll der Verkaufserlös vollständig an die Bahntochter DB Station & Service fließen. Die Gesellschaft, zu der unter anderem sämtliche Bahnhöfe gehören, könne so ihre Schuldenlast reduzieren.

manager-magazin.de mit Material von dpa