Lidl-Einstieg Basic zieht die Notbremse

Der Aufschrei in der Branche war groß, als bekannt wurde, dass ausgerechnet die Schwarz-Gruppe mit ihrem Discounter Lidl bei der Biokette Basic einsteigt. Nachdem erste Kunden und Lieferanten abgewandert sind, stoppt Basic nun offenbar den Aktienverkauf.

München - Nach Protesten von Kunden und Lieferanten hat die Biosupermarktkette Basic laut "Süddeutscher Zeitung" (SZ) den Verkauf weiterer Aktien an die Schwarz-Gruppe gestoppt, zu der auch der Discounter Lidl gehört.

Wie Basic-Chef Josef Spanrunft der Zeitung sagte, habe sich der Vorstand der Münchener Basic AG aufgrund des öffentlichen Drucks zu diesem Schritt entschlossen. Es sei durch den Aktienverkauf "sehr viel Unruhe" in das Unternehmen gekommen.

Die Kooperation der zweitgrößten deutschen Biokette mit der Schwarz-Gruppe hatte für Unmut in der Biobranche gesorgt, mehrere Lieferanten haben bereits ihre Geschäftsbeziehungen zu Basic gekündigt, schreibt das Blatt.

Schwarz hatte im Februar 23 Prozent der Basic-Aktien übernommen. Anfang August hatte die Gruppe den Altaktionären zudem ein Übernahmeangebot unterbreitet, worauf mehrere Anteilseigner Verkaufsabsichten bekundet hatten. Da es sich um vinkulierte Namensaktien handle, müsse der Vorstand dem Verkauf jedoch zustimmen. Nun habe die Basic-Spitze ein Veto eingelegt, schreibt die SZ.

Ohne den nun verkündeten Stopp hätte die Schwarz-Gruppe demnächst wohl die Mehrheit bei Basic bekommen. Ob eine Mehrheitsübernahme durch Schwarz mit dem Veto auch langfristig scheitere, sei allerdings noch offen, berichtet die Zeitung weiter.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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