Philip Morris Altria will Tabaktochter abspalten

Der US-Konzern Altria Group plant die Abspaltung seiner internationalen Tabaksparte Philip Morris. Unbelastet von weiteren möglichen Raucherklagen in den USA soll der Marlboro-Hersteller dann freier agieren können.

New York – Durch die Abspaltung von Philip Morris International (PMI) will Altria  nach Angaben vom Mittwoch die eigenen Wachstumsaussichten und die der Tochter erhöhen. Der Vorstand werde allerdings erst im Januar eine endgültige Entscheidung dazu treffen. Dann solle auch der genaue Zeitplan vorgelegt werden.

Zu Philip Morris zählt unter anderem die meistverkaufte Zigarettenmarke der Welt, Marlboro. Anfang des Jahres hatte Altria bereits die Lebensmittelsparte Kraft Foods  abgespalten.

Eine Abspaltung von Philip Morris International würde das Inlands- und Auslandsgeschäft des Tabakbereichs fördern, hieß es weiter von Altria. Infolgedessen könnten verstärkt Übernahmen, Aktienrückkäufe und höhere Dividenden umgesetzt werden.

Louis Camilleri als Chef von PMI gehandelt

Es wird erwartet, dass nach der Abspaltung Michael Szymanczyk Chairman und Chief Executive Officer (CEO) von Altria wird und Louis Camilleri diese Rolle bei Philip Morris International übernehmen wird. Camilleri ist gegenwärtig Chairman und CEO der Altria Group und Szymanczyk von Philip Morris USA.

Altria hatte im April mitgeteilt, in den kommenden Monaten zu prüfen, welche Vorteile eine mögliche Abspaltung der Tabaktochter Philip Morris International für den Konzern hat. Neben einem Spinoff, also einer Abspaltung, sollten auch andere Optionen geprüft werden, um den langfristig besten Weg für die Tochter festzulegen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und ddp

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