ThyssenKrupp Werksschließungen in Westeuropa

Der Stahlkonzern ThyssenKrupp hat für das kommende Geschäftsjahr 2007/08 einen weiteren Umbau seines Automobilzuliefer-Geschäfts in Aussicht gestellt.

Düsseldorf - Nach Angaben von Ulrich Jaroni, Automotive-Vorstand der ThyssenKrupp AG , werde es in Frankreich und Großbritannien zu Werksschließungen und Veräußerungen von Bereichen kommen. Die deutschen Geschäfte in der Umformtechnik seien von dem Restrukturierungsprogramm nicht ausgeschlossen. Hier gehe es aber mehr um organisatorische Verbesserungen, sagte Jaroni am Dienstag in Düsseldorf.

Die Ergebnissituation in der Umformtechnik sei nicht zufriedenstellend. Mit den eingeleiteten Maßnahmen wolle ThyssenKrupp in diesem Bereich 2007/08 den Turnaround schaffen. Die Restrukturierungskosten hierfür würden im kommenden Geschäftsjahr "im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich" liegen, sagte Jaroni.

Dem Manager zufolge geht der Konzern davon aus, dass sich das Automobil-Zuliefergeschäft in den kommenden Monaten weiter positiv entwickeln wird. ThyssenKrupp, der größte deutsche Stahlkonzern, erwirtschaftet mehr als ein Drittel seines Umsatzes in der Automobilwirtschaft.

Bereits in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2006/07 habe der Konzern im Automotive-Geschäft einen Umsatzwachstum von mehr als 10 Prozent erzielt, sagte Jaroni. Die Steigerung beruhe im Wesentlichen auf Preiserhöhungen, mit denen der Konzern die drastisch gestiegenen Rohstoffkosten habe kompensieren können.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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