Bahn Keine Streiks bis Ende September

Die Deutsche Bahn hat sich mit der Lokführergewerkschaft GDL auf einen Ausweg aus dem Tarifkonflikt der beiden Parteien verständigt. Geplant sind Verhandlungen, an denen auch die beiden weiteren Bahngewerkschaften teilnehmen sollen. Weitere Streiks sind damit zunächst vom Tisch - bis Ende September.

Berlin - Kunden der Deutschen Bahn (DB) müssen bis Ende September nicht mit weiteren Streiks rechnen. Die DB und die drei Bahngewerkschaften einigten sich auf neue Tarifverhandlungen, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Transnet am Dienstag in Berlin mitteilte. Deshalb herrsche ab sofort bis Ende September die Friedenspflicht.

Gleichlautend äußerten sich die Vermittler im Tarifstreit zwischen der Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL, Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf. Die Gefahr von Streiks sei überwunden worden, hieß es.

Geißler sagte, der bundeseigene Konzern solle nun "parallele" Tarifverhandlungen mit der GDL einerseits und den anderen beiden Gewerkschaften Transnet und GDBA andererseits aufnehmen. Dabei solle die GDL über Entgelte und Arbeitszeiten für die Lokführer verhandeln können. Vorgesehen sei eine enge Abstimmung mit den anderen beiden Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA. Ziel sei, "konflikt- und widerspruchsfreie" Ergebnisse für den gesamten Konzern zu erreichen.

Bahn-Personalvorstand Margret Suckale bezeichnete es als wichtig, dass alle drei Gewerkschaften am Tisch säßen. Die Bahn sei sehr zufrieden mit dem Ausgang der Schlichtung.

Die GDL forderte zuletzt einen eigenen Tarifvertrag für Lokführer und Zugbegleiter sowie Lohnerhöhungen um bis zu 31 Prozent. Die Bahn lehnte dies ab, um die Tarifeinheit im Unternehmen zu wahren. Mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA hatte sich der Konzern schon vor Wochen auf Lohnerhöhungen von 4,5 Prozent verständigt.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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