Opel Kastenwagen-Allianz mit Renault

Opel will auch im Pkw-Bereich mit Wettbewerber Renault kooperieren. Nach einem Pressebericht soll sich der kleine Stadtlieferwagen Opel Combo künftig mit seinem Pendant bei den Franzosen eine Plattform teilen.

Frankfurt am Main - Opel will das Nachfolgemodell seines Stadtlieferwagens Combo auf eine Plattform mit dem Kangoo des französischen Rivalen Renault  stellen. Dies berichtete die Fachzeitschrift "Auto Motor und Sport" am Samstag vorab aus ihrer am Mittwoch erscheinenden Ausgabe.

Die deutsche Tochter von General Motors (GM)  wolle die Partnerschaft mit Renault damit auf Personenwagen ausweiten. Bei leichten Nutzfahrzeugen, den Opel-Transportermodellen Vivaro und Movano, arbeiten die beiden Hersteller bereits zusammen. Ein Opel-Sprecher wollte nicht zu dem Bericht Stellung nehmen.

Der Opel Combo wird seit 2007 im spanischen Saragossa gebaut, nachdem GM das Werk im portugiesischen Azambuja schloss. Dort waren 2006 dem Bericht zufolge 73.000 Opel Combo vom Band gelaufen. Das Nachfolgemodell sei Anfang des nächsten Jahrzehnts fällig.

Schwierigkeiten bereitet Opel derzeit die Kooperation mit dem japanischen Autobauer Suzuki zur Produktion des Agila. Laut "Auto Motor und Sport" erfüllt der Nachfolger des Opel-Einstiegsmodells, das auf der IAA seine Premiere feiert und im Frühjahr 2008 auf den Markt kommt, derzeit noch nicht die strengen Abgasvorschriften, die sich Opel von seinem japanischen Kooperationspartner erhofft.

Betriebsrat fordert Einstiegsmodell unterhalb des Agila

Aus Konzernkreisen verlautet, dass der Kleinwagen über 130 Gramm CO2/km emittieren soll. Ein Sprecher betont: "Bis zum Markstart haben wir noch ausreichend Zeit, um den CO2-Ausstoß entsprechend unserer Vorstellungen zu reduzieren." Opel-Betriebsratschef und -Aufsichtsratvize Klaus Franz ist weniger geduldig: "Der Nachfolger unseres Einstiegsmodells Agila darf nicht mehr als 119 g CO2/km emittieren. Wir müssen hier ein klares Statement abgeben."

Zudem fordert Franz einen Stadtwagen unterhalb des Agila, "der endlich gegen einen Smart ForTwo und VW Polo antritt". Opel habe hier schon 2002 mit der Studie Trixx die Vorlage gegeben und "dem Wettbewerb dann kampflos das Feld überlassen", kritisiert der Opel-Aufsichtsratsvize.

Im vergangenen Jahr hatte Opel im polnischen Werk Gliwice 27.700 Agila produziert, dazu 3300 Fahrzeuge des nahezu baugleichen Suzuki-Pendants namens Wagon R+, dessen Nachfolger den Namen Splash tragen wird. Gebaut werden der neue Opel Agila und der Suzuki Splash fortan im ungarischen Suzuki-Werk Esztergom.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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