SachsenLB Erster Vorstand muss gehen

Die Spekulationsgeschäfte der SachsenLB, die die Landesbank in eine bedrohliche Schieflage gebracht haben, ziehen erste personelle Konsequenzen nach sich. Vorstandsmitglied Stefan Leusder muss mit sofortiger Wirkung seinen Platz räumen.

Leipzig - Wie die Bank am Donnerstag in Leipzig mitteilte, wird Vorstandsmitglied Stefan Leusder mit sofortiger Wirkung die Bank verlassen.

Er habe zuvor Sachsens Finanzminister Horst Metz (CDU), der der Anteilseignerversammlung und dem Verwaltungsrat der Landesbank vorsteht, um seine Abberufung gebeten.

Leusder war im November 2005 als Spezialist von der WestLB angeworben worden. Er sollte sich vor allem um das Auslandsgeschäft der SachsenLB kümmern.

Am vergangenen Freitag hatte die Bank eingeräumt, dass sie einen Kredit in Höhe von 17,3 Milliarden Euro benötigt, um Ausfallrisiken bei Geschäften auf dem in Turbulenzen geratenen US-Hypothekenmarkt decken zu können. Die Sparkassenorganisation gewährte das Darlehen.

Die Linke im sächsischen Landtag übergab unterdessen im Zusammenhang mit der Krise der Landesbank einen Katalog mit 81 Fragen an Metz. Man erwarte eine detaillierte Beantwortung bei der Sondersitzung des Finanzausschusses des Landtages am kommenden Mittwoch, erklärte die Obfrau der Fraktion im Ausschuss, Ingrid Mattern.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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