Beteiligungen Russen bezirzen EADS

Die russische Flugzeugholding OAK ist per Überkreuzbeteiligung mit EADS verbandelt. Seit Monaten bemüht sich die russische Regierung um eine noch engere Verflechtung. Nun signalisiert EADS erstmals ein mögliches Entgegenkommen.

Moskau – Seit Monaten macht die russische Regierung Druck auf EADS , die Zusammenarbeit auszubauen. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern ziert sich zwar noch, will sich aber alle Optionen offen halten.

Prinzipiell sei EADS zu einem Einstieg beim staatlichen russischen Flugzeugbauer OAK bereit, sagte der Chef der EADS-Tochter Airbus, Thomas Enders, heute auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtmesse MAKS bei Moskau. Die wichtigste Frage sei, welche Bedingungen OAK für den Aktientausch anbiete. Wenn das Angebot der Flugzeugbauholding gut sei, werde man darüber sprechen, sagte Enders nach Angaben der Agentur Interfax. Die Gespräche könnten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, sagte Enders. Er wünsche der OAK auf ihrem Kurs der Konsolidierung viel Erfolg.

Ende vergangenen Jahres hatte die russische Regierung die größten Flugzeugbauer des Landes in der Holding OAK zusammengeschlossen, um ihre internationale Konkurrenzfähigkeit zu sichern. Damals stellte die Regierung EADS eine zehnprozentige Beteiligung an der Holding in Aussicht, sollten die Europäer einen höheren russischen Anteil an ihrem Kapital akzeptieren. Bislang hält Russland über die Bank VTB offiziell 5,02 Prozent der EADS-Aktien.

Die OAK verkaufte heute mehrere Tupolew-Maschinen an den Iran und an Kuba. Die iranische Fluglinie Iran Air Tour erwarb fünf Mittelstreckenflugzeuge vom Typ Tupolew Tu-204 im Wert von über 200 Millionen Dollar (148 Millionen Euro). Die kubanische Cubana De Aviacion bestellte zwei Tu-204 sowie drei Regionalflugzeuge vom Typ An-148 für mehr als 150 Millionen Dollar.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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