Casinodeal Dubai geht in Vegas shoppen

Dubai beteiligt sich am US-Casinobetreiber MGM Mirage. Das Emirat schürt damit Gerüchte um eine komplette Übernahme des Unternehmens.

Dubai/Las Vegas - Das Emirat Dubai steigt in großem Stil beim US-Casinobetreiber MGM Mirage ein. Die staatseigene Holdinggesellschaft Dubai World gab am Mittwoch den Kauf eines Anteils von knapp 10 Prozent an MGM im Wert von 5,1 Milliarden Dollar bekannt. Zudem erwerbe die Holding für 2,7 Milliarden Dollar die Hälfte an dem Hotelprojekt CityCenter in Las Vegas.

Der Schritt von Dubai World schürte Gerüchte über eine Übernahme von MGM. MGM-Mehrheitseigner Kirk Kerkorian hatte erst vor zwei Monaten überraschend seine Pläne für eine Umstrukturierung des Casinobetreibers aufgegeben.

Kerkorians Investmentfirma Tracinda hält 56 Prozent an MGM. Im Mai hatte der US-Milliardär noch seine Absicht erklärt, zwei wichtige MGM-Casinos in Las Vegas übernehmen und die Optionen für den Rest der Firma abwägen zu wollen.

Die Börse hatte dies als Signal für einen anstehenden Verkauf gewertet. MGM-Aktien machten damals einen Kurssprung.

Im Juni kam dann die Kehrwende. Der Kerkorian gab überraschend seine Pläne für die Umstrukturierung von MGM Mirage auf. Angesichts eines neuen Milliardenprojektes von MGM in Las Vegas brach die Kerkorians Investmentfirma Tracinda Verhandlungen mit MGM ab. Die Aktien des Unternehmens gerieten daraufhin mit 10 Prozent ins Minus.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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