SachsenLB Hilfe unter der Lupe

Europas Wettbewerbshüter werfen einen Blick auf die Stütze, die der SachsenLB von anderen deutschen Banken gewährt worden ist. Sollten die Brüsseler Beamten darin eine verdeckte Subvention sehen, droht Ärger.

Brüssel - Die Europäische Kommission wird die milliardenschwere Finanzspritze für die SachsenLB überprüfen.

Europas Wettbewerbshüter seien bereits mit den deutschen Behörden in Kontakt, sagte heute eine Sprecherin der Kommission. Deutschland wolle Brüssel über die Hilfsmaßnahmen informieren. Die europäischen Wettbewerbshüter werden dann untersuchen, ob es sich um staatliche Beihilfen handelt oder nicht. Denn die dürfen in Europa nur innerhalb enger Grenzen gewährt werden.

Die Krise auf Amerikas Hypothekenmarkt hatte die Bank in Bedrängnis gebracht. Sie erhielt kurzfristig von andern deutschen Banken einen Kredit in Höhe von 17,3 Milliarden Euro.

Nach der milliardenschweren Finanzspritze soll heute noch der Verwaltungsrat des Leipziger Geldhauses zusammenkommen. Es sei eine Sitzung der Anteilseigner geplant, sagte ein Sprecher der Finanzministeriums auf Anfrage. Finanzminister Horst Metz (CDU) wolle die Gremien von SachsenLB und Sachsen-Finanzgruppe über die Rettungsaktion informieren, hieß es.

Die SachsenLB war durch ihre Tochtergesellschaft SachsenLB Europe in eine Schieflage geraten. Deren Beteiligung Ormond Quay strauchelte über Amerikas Hypothekenmarktkrise.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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