Hamburger Hochbahn Australier steigen ein

Babcock & Brown steigt in den öffentlichen deutschen Nahverkehr ein. Der australische Finanzinvestor beteiligt sich an einer Tochtergesellschaft der städtischen Hamburger Hochbahn. Mit dem frischen Kapital sollen Übernahmen finanziert werden.

Hamburg - Mit Hilfe des australischen Investors Babcock & Brown will die Hamburger Hochbahn eine größere Rolle auf den deutschen Nahverkehrsmärkten spielen. Babcock & Brown werde mit einem Anteil von 49 Prozent Gesellschafter bei der Holding Benex, wo die Beteiligungen der Hamburger Hochbahn außerhalb der Hansestadt gebündelt sind. Das beschloss der Hochbahn-Aufsichtsrat einstimmig am Mittwoch.

Über einen Infrastrukturfonds werde Babcock & Brown zunächst 25 Millionen und später bis zu 90 Millionen Euro in die Benex investieren und so die Eigenkapitalbasis des Unternehmens stärken.

Mit dem Kapital sollen Übernahmen von Bahn- und Busunternehmen finanziert werden. "Die Neuordnung der Verkehrsmärkte steht gerade am Anfang", sagte Hochbahn-Chef Günter Elste. Mit dem Eigenkapital, das durch die Beteiligung des Investors eingeworben werde, könnten Investitionen von 500 bis 600 Millionen Euro seriös finanziert werden. Gegenwärtig bewirbt sich die Benex unter anderem bei Ausschreibungen im Schienenbereich im Raum Regensburg, bei der Bremer S-Bahn und für das Niers-Rhein-Emscher-Netz.

Die Partnerschaft ist nach den Aussagen von Elste langfristig angelegt; die Verträge reichen bis zum Jahr 2020. Die Benex soll ihre Gewinne an die beiden Gesellschafter ausschütten. Damit soll das Nahverkehrsangebot der Muttergesellschaft in Hamburg weiter verbessert und der Zuschussbedarf verringert werden.

manager-magazin.de mit Material von ap und dpa-afx

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