DIW Aufschwung geht moderat weiter

Der Aufschwung in Deutschland nimmt aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung wieder leicht Fahrt auf und wird sich in gemäßigtem Tempo fortsetzen. Für das laufende dritte Quartal rechnen die Experten mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 0,4 Prozent.

Berlin - Nach der Abkühlung im Frühjahr gewinnt der Aufschwung im Sommer nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wieder leicht an Fahrt. Von Juli bis September dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal ansteigen, erklärte das DIW am Mittwoch. "Damit setzt sich der Aufschwung in gemäßigtem Tempo fort."

Die derzeitigen Turbulenzen an den Finanzmärkten hätten sich noch nicht spürbar niedergeschlagen. Allerdings sei auch nicht davon auszugehen, dass sich daraus ernste Gefahren für das Wachstum ergeben, schrieben die Berliner Konjunkturforscher.

Im zweiten Quartal hatte der Aufschwung trotz des anhaltenden Exportbooms überraschend an Stärke eingebüßt. Eine Flaute am Bau sorgte für das schwächste Wachstum seit Ende 2005: Die Wirtschaft legte nur um 0,3 Prozent zu.

Für die Baubranche erwartet das DIW nun wieder eine leichte Erholung, die vor allem auf den Wirtschaftsbau zurückgehen dürfte. Triebfeder bleibe insgesamt aber das produzierende Gewerbe. Im Groß- und Einzelhandel hingegen entwickelten sich die Umsätze weiter schleppend.

Für das Gesamtjahr bestätige sich die Einschätzung des DIW, dass das Wachstum zwar kräftig ausfallen dürfte, jedoch an den Wert des Boomjahres 2006 von fast 3 Prozent nicht mehr heranreiche. Dazu passe eine leichte Abschwächung der Geschäftserwartungen im Vergleich zum Vorjahr, sodass sich eine insgesamt robuste, aber nicht mehr ganz so dynamische Fortsetzung der konjunkturellen Aufschwungphase abzeichne.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

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