IKB Sal. Oppenheim stockt weiter auf

Die Privatbank Sal. Oppenheim hat ihre Beteiligung an der in Schieflage geratenen Mittelstandsbank IKB auf über 5 Prozent erhöht. An einer vollständigen Übernahme ist man bei dem Institut offenbar aber nicht interessiert.

Frankfurt am Main - Die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim hält mehr als 5 Prozent an der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB . An einer vollständigen Übernahme sei die Bank trotz der Aufstockung nicht interessiert, sagte ein Sprecher von Sal. Oppenheim am Mittwoch.

"Ich denke, dass wir mit diesem Engagement erst einmal gut aufgestellt sind." Erst in der vergangenen Woche hatte die Privatbank den IKB-Anteil auf 3,23 Prozent ausgebaut.

Mit diesem Schritt wolle Sal. Oppenheim zeigen, dass sie an das Geschäftsmodell der IKB glaube und an der Zusammenarbeit trotz der Turbulenzen festhalten werde, sagte der Sprecher. Seit Anfang 2003 arbeiten beide Institute im Geschäft mit mittelständischen Kunden zusammen. Damals war Sal. Oppenheim mit 3 Prozent bei der IKB eingestiegen.

Die Düsseldorfer IKB hatte sich mit einem Fonds am US-Markt für zweitklassige Hypothekendarlehen verspekuliert. Ihr drohen nun Milliardenverluste, die von ihrem Hauptaktionär KfW und der gesamten deutschen Kreditwirtschaft aufgefangen werden sollen.

Die staatseigene KfW hält 38 Prozent an der IKB, weitere 12 Prozent gehören der Stiftung Industrieforschung. Die französische Großbank Natixis ist mit 2,5 Prozent beteiligt.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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