Mattel Rückruf von 18 Millionen Spielzeugen

Der Spielzeughersteller Mattel muss weltweit mehr als 18 Millionen in China hergestellte Spielwaren aus Sicherheitsgründen zurückziehen. Ein Teil der betroffenen Puppen und Spielzeugautos befindet sich in Deutschland.

New York - Der Barbiepuppen-Hersteller Mattel hat mehrere Millionen Spielzeuge wegen Sicherheitsbedenken zurückgerufen. Von der größten Rückrufaktion in der Firmengeschichte ist auch Deutschland betroffen, sagte Mattel-Sprecher Michael Rust. Erst jüngst hatte der führende US-Spielzeugfabrikant etwa 1,5 Millionen in China hergestellter Spielzeuge zurückgerufen.

Von dem jüngsten Rückruf sind weltweit insgesamt 18,2 Millionen Magnetspielzeuge betroffen, wie Mattel mitteilte. Davon seien in den vergangenen vier Jahren auch rund eine Million Produkte in Deutschland verkauft worden. Konkret handelt es sich um die Spielzeuge vom Typ "Polly Pocket", "Doggie Day Care" und Teile des Spielsets "Barbie & Hund Tanner".

Die kleinen, aber starken Magnete könnten von Kindern verschluckt werden und Verletzungen hervorrufen. Der US-Verbraucherschutzbehörde sind drei Fälle bekannt, bei denen Kinder mehrere Mattel-Magneten verschluckt hatten und deshalb operiert werden mussten.

Außerdem rief Mattel ein Spielzeugauto des Typs "CARS Sarge" zurück, weil es mit giftigem Blei belastet sein könnte. Das Auto sei seit Mai 2007 im Handel gewesen und seitdem weltweit etwa 436.000 Mal über den Ladentisch gegangen - 4000 Stück davon in Deutschland, erklärte der Konzern.

Selbstmord des chinesischen Subunternehmens

Während es sich bei den Magnetspielzeugen um eine erweiterte Rückrufaktion handle, die erstmals im November gestartet worden sei, seien die Probleme beim Spielzeugauto neu, sagte Sprecher Michael Rust von Mattel Deutschland. Von den betroffenen Magnetspielzeugen sei ein Großteil bereits vom Markt.

Parallel zu der erneuten Rückrufaktion startete Mattel am Dienstag eine Anzeigenkampagne in mehreren US-Zeitungen, in denen der Konzern um das Vertrauen der Eltern wirbt. In Deutschland sollten am Mittwoch ähnliche Anzeigen in bundesweit erscheinenden Zeitungen veröffentlicht werden. Darin können besorgte Eltern auch Details zu den betroffenen Produkten sowie den Tauschbedingungen erfahren.

Mattel hatte erst Anfang August weltweit etwa 1,5 Millionen Spielzeuge eines chinesischen Lieferanten zurückgerufen, weil sie ebenfalls mit bleihaltiger Farbe behandelt wurden. Betroffen davon waren auch Spielzeuge der Mattel-Marke Fisher-Price in Deutschland. Mattel sprach in diesem Fall von einer Gewinnbelastung von etwa 30 Millionen Dollar. Der Chef des chinesischen Subunternehmens hat inzwischen Selbstmord begangen, in den USA sind erste Klagen eingereicht worden.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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