Allianz Allianz verkauft Immobilienpaket

Deutschlands größter Versicherungskonzern trennt sich von Immobilien im Wert von mehr als einer Milliarde Euro. Die Allianz verkauft dazu Bürogebäude in mehreren deutschen Städten an die IVG. Die will das Paket allerdings bald gemeinsam mit anderen Immobilien an die Börse bringen.

Bonn - Die Allianz  verkauft deutsche Immobilien im Wert von 1,3 Milliarden Euro an die IVG . "Das Paket umfasst mehrere selbst genutzte Objekte, die von der Allianz zurückgemietet und wie bisher weiter genutzt werden", teilte der Versicherungsriese am Montagabend mit. Bestandteil des Pakets sind unter anderem die Gebäude in Frankfurt, die direkt am Main liegen. Weitere Büros befinden sich in Hamburg, München, Unterföhring und Stuttgart.

Mit der Transaktion will die Allianz ihre Abhängigkeit vom deutschen Immobilienmarkt abbauen. Noch sei das Portfolio der inländischen Versicherungsgesellschaften zu 85 Prozent auf Deutschland konzentriert, hieß es. Stattdessen sollten die Investitionen in Immobilien künftig international besser verteilt werden. Ein weiterer Verkauf werde momentan geprüft, die Marktsituation dafür sei günstig.

Langfristig spielten Immobilien aber eine wichtige Rolle für die Allianz. So soll sich ihr Anteil an den gesamten Kapitalanlagen von jetzt etwa 3 Prozent auf rund 7 Prozent erhöhen.

Die IVG Immobilien  betreut einen Immobilienbestand mit einem Volumen von mehr als 19 Milliarden Euro. Finanziert wird der Zukauf aus eigenen Mitteln, eine Kapitalerhöhung ist nicht geplant, wie die Bonner ebenfalls am Montagabend mitteilten. Die Objekte würden teilweise schon Ende 2007, der Rest Anfang 2008 auf die IVG übergehen. "Damit erhöht sich das Volumen des deutschen Büroimmobilienbestands der IVG, der Anfang 2008 in einen Reit eingebracht werden soll, auf 3,3 Milliarden Euro", sagte IVG-Chef Wolfhard Leichnitz.

Reits sind börsennotierte und steuerbegünstige Immobilienfonds, die im Ausland vielfach schon etabliert sind und nun auch hierzulande einen für Anleger effektiveren Handel mit Immobilienanteilen ermöglichen sollen.

Der Reit hat nach Meinung des IVG-Managements nach dem Erwerb der Allianz-Gebäude einen guten Mix aus langfristig vermieteten Objekten mit stabilen Einnahmen sowie Immobilien mit Wertsteigerungspotenzial. An dem geplanten Reit, der eigentlich ein Volumen von 3,5 Milliarden Euro haben soll, will die IVG die Mehrheit behalten. Darüber hinaus wird der Konzern dann keine weiteren eigenen Büroimmobilien in Deutschland halten.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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