Bahn Kein Streik bis zum 27. August

Im Bahnverkehr in Deutschland wird es mindestens bis zum 27. August keinen Streik geben. Dazu erklärte sich die Lokführergewerkschaft GDL vor dem Arbeitsgericht Nürnberg bereit - und folgte damit einem Vergleichsvorschlag des Gerichts.

Nürnberg - Die Lokführergewerkschaft GDL wird während des Mediationsverfahrens mindestens bis zum 27. August nicht streiken.

Gleichzeitig verpflichtet sich die Bahn, während dieser Zeit auf arbeitskampfbezogene Maßregelungen zu verzichten, wie das Arbeitsgericht Nürnberg am Freitag mitteilte. Auf diesen Vergleich einigten sich die GDL und die Deutsche Bahn nach mehr als vierstündiger Verhandlung vor dem Arbeitsgericht.

GDL-Chef Manfred Schell erklärte, er gehe davon aus, dass die Vermittlung im Bahnkonflikt durch die früheren CDU-Spitzenpolitiker Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf am kommenden Mittwoch beginnen könne. Die Bahn begrüßte den Vergleich. Die Pendler und Reisenden im Nah- und Fernverkehr könnten wieder verlässlich mit der Bahn zur Arbeit oder in den Urlaub fahren. Auch für die Wirtschaft sei der Streikverzicht ein wichtiges Signal. "Das schafft für unsere Kunden Planungssicherheit", erklärte Norbert Bensel, DB-Vorstand für Transport und Logistik, in Berlin.

Die GDL hatte Widerspruch gegen eine am Mittwoch erlassene einstweilige Verfügung des Gerichts eingelegt. Diese hatte der Gewerkschaft bundesweit Streiks im Güter- und Fernverkehr verboten.

manager-magazin.de mit Material von ap und dpa