IKB-Krise Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat Ermittlungen bei der schwer angeschlagenen IKB aufgenommen. Die Mittelstandsbank hatte noch im Juli beteuert, nicht von der US-Hypothekenkrise betroffen zu sein. Nach Bekanntwerden der Krise schaltete sie die Staatsanwaltschaft selbst ein.

Düsseldorf - Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat nach Angaben der IKB  Ermittlungen bei der angeschlagenen Mittelstandsbank aufgenommen. Es seien erste Gespräche mit den Ermittlern geführt worden, sagte ein Sprecher der IKB Deutsche Industriebank am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa.

Weitere Angaben machte er nicht. Die Staatsanwaltschaft wollte sich am späteren Nachmittag äußern, da die zuständigen Ermittler in der Bank seien. Vor einer Woche hatte die in Schieflage geratene Bank die Staatsanwaltschaft selbst eingeschaltet.

Am 20. Juli hatte die IKB in einer Pressemeldung erklärt, man sei " lediglich mit einem einstelligen Millionenbetrag" von der Hypothekenkrise in den USA betroffen. Der für 2007 erwartete operative Gewinn werde erreicht. Nur zehn Tage später musste das Unternehmen eine Gewinnwarnung herausgeben, worauf die IKB-Aktie massiv einbrach.

Daraufhin hatte die KfW eine Liquiditätslinie in Höhe von 8,1 Milliarden Euro, die die IKB einem US-Fonds gewährt hatte, übernommen. Zudem wurden weitere Risiken bei der IKB selbst in Höhe von einer Milliarde Euro übernommen. Die staatseigene Förderbank KfW ist mit 38 Prozent größter Anteilseigner der IKB.

manager-magazin.de mit Material von ddp und dpa