Hypothekenkrise BNP schließt drei Fonds

Auch die französische Großbank BNP Paribas leidet nach eigenen Angaben unter den Folgen der Krise am US-Hypothekenmarkt. Drei Fonds werden wegen "mangelnder Liquidität" vorübergehend geschlossen. Unterdessen berät die Bundesbank erneut über die Zukunft der IKB.

Paris - Die französische Großbank BNP Paribas hat vorübergehend die Rücknahme von Anteilen einiger Fonds wegen der Hypothekendarlehenskrise in den USA eingestellt. Die betroffenen Fonds haben einen Gesamtwert von rund 1,6 Milliarden Euro.

Wegen mangelnder Liquidität im amerikanischen Markt könne der Fondswert nicht berechnet werden, hieß es von dem Unternehmen. Die Aktien von BNP Paribas  reagierten zu Börsenbeginn in Paris mit Abschlägen von fast drei Prozent.

Die Mitteilung von BNP schürte erneut Unsicherheit an den Aktienmärkten. Nicht nur der CAC 40 , sondern auch der deutsche Leitindex Dax starteten trotz guter US-Vorgaben im Minus. Besonders unter Druck gerieten Finanzwerte.

Die Krise am US-Markt für zweitklassige Hypothekenkredite hatte zunächst Hedgefonds von Bear Stearns belastet. Auch die deutsche IKB geriet in den Strudel der Krise.

IKB: Bundesbank berät über Auffanglösung

Die Krise um die angeschlagene Mittelstandsbank IKB scheint unterdessen noch nicht ausgestanden. Ein Sprecher der Bundesbank teilte am Donnerstag mit, derzeit werde über die Details der vor zwei Wochen beschlossenen Auffanglösung für die IKB beraten. Der damalige Teilnehmerkreis habe sich deshalb am Donnerstag bei der Bundesbank erneut getroffen. Nähere Angaben zu den Beratungen machte er nicht.

Zuvor war am Aktienmarkt von Händlern spekuliert worden, bei dem Treffen bei der Bundesbank gehe es möglicherweise um weitere Krisenfälle. Der Dax reagierte am Donnerstag mit deutlichen Abschlägen.

manager-magazin.de mit material von reuters und dpa

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