Siemens 10.000 neue Jobs

Der Technologiekonzern Siemens will im laufenden Geschäftsjahr mehr als 10.000 neue Jobs schaffen. Doch mehr als 90 Prozent der neuen Stellen entstehen außerhalb Deutschlands. Auch der Jobabbau in den Sparten SEN und VDO bleibt in dieser Rechnung außen vor.

München - Weltweit entstünden in den verbleibenden Sparten mehr als 10.000 neue Arbeitsplätze, sagte ein Siemens-Sprecher am Mittwoch. Seit Beginn des Geschäftsjahres im Oktober bis Ende Juni habe das Unternehmen 8200 zusätzliche Jobs geschaffen, davon rund 300 in Deutschland.

Die Zahlen beziehen sich allerdings nur auf das fortgeführte Geschäft, zu dem Siemens  etwa nicht die krisengeschüttelte Sparte Enterprise Communictions (SEN) zählt, wo allein in Deutschland bis zum Jahresende 600 Stellen abgebaut werden sollen.

Auch die von Jobstreichungen bedrohte Autozuliefersparte VDO gehört nicht mehr dazu. Die Mitarbeiter des Netzausrüsters Nokia Siemens Networks werden inzwischen allein dem finnischen Partner Nokia  zugerechnet.

Profiteur weltweiter Nachfrage

Im fortgeführten Geschäft beschäftigte Siemens nach eigenen Angaben zuletzt 445.000 Menschen weltweit, davon 145.000 in Deutschland. Den Jobaufbau vor allem in Ausland begründete der Siemens-Sprecher vor allem mit der guten Konjunktur.

"In den meisten unserer Bereiche geht geschäftlich die Post ab. Das Auftragswachstum ist weiterhin hoch, in manchen Sparten produzieren wir bereits an der Kapazitätsgrenze."

manager-magazin.de mit Material von dpa