Insolvenzen Zahl der Firmenpleiten sinkt

Der seit über zwei Jahren andauernde Rückgang der Firmenpleiten hat sich fortgesetzt. Für den Mai wurden 2507 Unternehmensinsolvenzen gemeldet - 11,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Privatinsolvenzen nahmen dagegen um 12,4 Prozent zu.

Wiesbaden - Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist auch im Mai kräftig gesunken. Rund 2500 Unternehmen meldeten sich zahlungsunfähig oder überschuldet, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Das waren knapp 12 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Der Aufschwung hat damit in den ersten fünf Monaten des Jahres die Zahl der Firmeninsolvenzen um rund 13 Prozent nach unten gedrückt. Genau umgekehrt entwickelt sich die Zahl der überschuldeten Verbraucher: Knapp 9000 Privatpersonen meldeten sich bei den Gerichten als zahlungsunfähig - gut 12 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Von Januar bis Mai stiegen die Verbraucherinsolvenzen sogar um mehr als 20 Prozent. Vergangenes Jahr hatten sich so viele Bürger insolvent gemeldet wie noch nie seit Einführung der Verbraucherinsolvenz 1999.

Insgesamt belief sich die Zahl der Insolvenzverfahren im Mai - für Unternehmen, Verbraucher, Selbstständige, Personengesellschafter und Nachlässe - auf mehr als 14.000. Das sind 4,0 Prozent mehr als im Mai 2006.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte mit 2,6 Milliarden Euro, vor einem Jahr waren es 300 Millionen Euro mehr.

manager-magazin.de mit Material von ddp, reuters

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