Güterverkehr Täglich 5000 Züge unterwegs

Unter einem Streik im Güterverkehr werden vor allem Stahlindustrie, Autoindustrie und Energieversorger leiden. Im Transitland Deutschland wäre nicht nur die deutsche Industrie betroffen. 77 Prozent aller Güter werden jedoch über die Straße transportiert.

Berlin - Etwa 17 Prozent aller Güter werden in Deutschland auf der Schiene transportiert. Die Deutsche Bahn hatte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr einen Anteil von 14,3 Prozent. An einem Werktag wie am kommenden Donnerstag befördern rund 5000 Güterzüge der Bahn, davon 2300 Fernzüge, etwa eine Million Tonnen Waren.

Dabei handelt es sich laut Güterbahn Railion vor allem um Massengüter wie Kohle, Erz, Stahl, chemische Stoffe, Autoteile und komplette Automobile. Hinzu kommen Container mit den unterschiedlichsten Produkten.

Experten gehen davon aus, dass vor allem Branchen wie Stahl-, Autoindustrie oder Energieerzeugung unter einem Streik im Güterverkehr leiden dürften. Außerdem hätte ein Stillstand auch internationale Auswirkungen: Deutschland ist ein wichtiger Transitweg und Railion macht 58 Prozent der Transportleistung im internationalen Verkehr.

Die Versorgung der Verbraucher sei dagegen gesichert, heißt es, denn sie laufe vor allem über den wichtigsten Transportweg in Deutschland - die Straße. Mit Lastwagen wurden im vergangenen Jahr 77 Prozent der insgesamt rund 4,2 Milliarden Tonnen Güter transportiert.

Seeschiffe beförderten 300,8 Millionen Tonnen und Binnenschiffe 242,7 Millionen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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