WGZ-Bank Mögliches Interesse an IKB-Beteiligung

Die WGZ-Bank hat mögliches Interesse am KfW-Anteil an der angeschlagenen IKB Bank signalisiert. Selbst ist sie von der Krise am US-Hypothekenmarkt nach eigener Aussage nicht betroffen.

Düsseldorf - Die Düsseldorfer WGZ-Bank schließt langfristig ein Interesse am KfW-Anteil an der angeschlagenen IKB  nicht aus. "Kein Thema kann es nicht sein", sagte WGZ-Chef Werner Böhnke am Dienstag in Düsseldorf. Die IKB müsse nun aber erst einmal in Ruhe gelassen werden, um ihre Probleme zu lösen.

"Wir gehören nicht zu denen, die zum Hörer greifen, um ein möglichst appetitliches Stück zu bekommen", betonte er. Andererseits müsse man sich aber längerfristig Möglichkeiten zuwenden, die sich ergeben könnten.

Die Krise am US-Hypothekenmarkt lässt die zum genossenschaftlichen Verbund gehörende WGZ-Bank nach eigenen Angaben ungeschoren. Das Institut habe sich "bereits sehr früh nicht mehr im sogenannten US-Subprime-Hypothekenmarkt engagiert und (sich) von eingegangenen Positionen verabschiedet", erklärte Böhnke. Die WGZ verzichte im Zweifel lieber auf Erträge, als unangemessene Risiken in die Bücher zu nehmen.

Im ersten Halbjahr 2007 verbuchte die WGZ-Gruppe einen Gewinnsprung: Das Betriebsergebnis kletterte - getrieben von höheren Zins- und Provisionsüberschüssen - um 12,6 Prozent auf 102 Millionen Euro. Für das zweite Halbjahr erwarte die WGZ aber wegen des scharfen Wettbewerbs in der Branche und der Unwägbarkeiten an den internationalen Kapitalmärkte eine "etwas gedämpfte Entwicklung".

manager-magazin. de mit Material von reuters

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