2500 Euro Gehalt Worum es in dem Tarifstreit geht

Der Tarifkonflikt zwischen Deutscher Bahn und Lokführergewerkschaft GDL nahm seinen Anfang im März mit der Forderung nach einem eigenständigen Personaltarifvertrag. Eine Chronologie.

20. März 2007: Die GDL übergibt der Bahn als Forderung den Entwurf eines eigenständigen Tarifvertrages für das Fahrpersonal (Lokführer, Zugbegleiter, Bordservicekräfte). Danach soll das Einstiegsgehalt von monatlich gut 1970 Euro auf 2500 Euro steigen. Das ist ein Plus von 27 Prozent.

23. Mai: Der GDL-Vorsitzende Manfred Schell droht mit Warnstreiks nach dem Ende der Friedenspflicht am 30. Juni, wenn die Bahn nicht über den geforderten Fahrpersonaltarifvertrag verhandeln wolle.

19. Juni: Die GDL kündigt Warnstreiks für die erste Juliwoche an, weil die Bahn sich weigere, über einen gesonderten Vertrag für das Fahrpersonal zu verhandeln. Die parallel laufenden Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA werden vertagt.

3. Juli: Ein vierstündiger Warnstreik der GDL legt am Morgen den Zugverkehr in weiten Teilen Deutschlands lahm. Am Nachmittag folgen regionale Warnstreiks von Transnet und GDBA.

9. Juli: Transnet und GDBA erzielen mit der Bahn einen Tarifabschluss. Er sieht 4,5 Prozent mehr Geld zum 1. Januar 2008 vor sowie eine Einmalzahlung von 600 Euro. Die GDL beharrt auf einem eigenen Vertrag.

10. Juli: Zweiter bundesweiter Warnstreik der GDL. Das Arbeitsgericht Mainz stoppt die laufende Aktion am Vormittag auf Antrag der Bahn per Einstweiliger Verfügung.

13. Juli: Erste Tarifverhandlung von Bahn und GDL.

14. Juli: Das Arbeitsgericht Mainz hebt das Warnstreikverbot auf, nachdem die GDL auf Tarifforderungen verzichtet, die die Friedenspflicht verletzten. Der Rechtsstreit über die Zulässigkeit eines Streiks wird vor mehreren Arbeitsgerichten weitergeführt.

19. Juli: Abbruch der Tarifverhandlungen von Bahn und GDL. Die GDL fordert jetzt "mindestens 31 Prozent" mehr Geld.

23. Juli: Die GDL bereitet die Urabstimmung für einen unbefristeten Streik vor.

1. August: Das Arbeitsgericht Düsseldorf untersagt für den Nah- und Regionalverkehr einen Streik in Nordrhein-Westfalen.

6. August: Das Ergebnis der Urabstimmung lautet 95,8 Prozent für einen Streik.

mit Material von dpa