Chrysler Cheflenker ausgetauscht

Kurz nach der Übernahme durch den Finanzinvestor Cerberus hat der Autokonzern Chrysler seine Führungsspitze neu besetzt. Der frühere Home-Depot-Manager Robert Nardelli übernimmt die Posten des Vorstandschefs und des Chairmans. Sein Vorgänger Tom LaSorda wird Präsident und Vize-Chairman.

Detroit - Nur einen Arbeitstag nach dem offiziellen Ende der Gemeinschaft mit Daimler hat Chrysler den Chef ausgewechselt. Wie der US-Autokonzern und der Finanzinvestor Cerberus am Sonntag mitteilten, holt sich Chrysler den früheren Chef der Baumarktkette Home Depot, Robert Nardelli, als Chief Executive Officer (CEO) und Chairman ins Boot.

Chryslers derzeitiger CEO, Tom LaSorda, wird demnach als Präsident und Vize-Chairman weiter im Unternehmen bleiben. LaSorda solle die Verhandlungen mit der Gewerkschaft United Auto Workers fortführen.

Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, hätten sich Cerberus und Chrysler Wolfgang Bernhard als Non-Executive Chairman bei Chrysler gewünscht. Aus persönlichen und familiären Gründen sei es ihm jedoch nicht möglich gewesen, diese Rolle zu übernehmen.

Bernhard war im Frühjahr von Cerberus als Berater engagiert worden. Er hatte einst das operative Geschäft von Chrysler geleitet, war nach Problemen als designierter Mercedes-Verantwortlicher bei DaimlerChrysler ausgeschieden und zum Wolfsburger Automobilhersteller Volkswagen gewechselt, den er ebenfalls vorzeitig wieder verließ.

Der bisherige Chief Operating Officer bei Chrysler, Eric Ridenour, werde das Unternehmen verlassen und die Position nicht neu besetzt, so die Mitteilung. Die Personalentscheidungen bei dem US-Automobilhersteller erfolgten, nachdem DaimlerChrysler in der vergangenen Woche den Verkauf ihrer US-Tochter abgeschlossen hatte.

Das Ende der transatlantischen Allianz von Daimler und Chrysler war am Freitag mit dem Verkauf der Mehrheit des US-Autobauers an den Finanzinvestor Cerberus endgültig besiegelt worden. Die Übernahme von 80,1 Prozent der Anteile für 7,4 Milliarden Dollar (knapp 5,36 Milliarden Euro) sei unter Dach und Fach, hatte der Stuttgarter Konzern mitgeteilt. Damit ist der Autokonzern DaimlerChrysler  Geschichte.

manager-magazin.de mit Material von ap, dpa und reuters