KfW Regierung fordert IKB-Verkauf

Nachdem die Mittelstandsbank IKB in die Krise schlingerte, fällt der Bundesregierung offenbar auf, dass sie eigentlich gar keine Bank zur Förderung des Mittelstands braucht. Die staatliche Förderbank KfW soll sich deshalb von ihrer Beteiligung an der IKB trennen.

Hamburg - Die staatliche Förderbank KfW solle sich von ihrer Beteiligung an der angeschlagenen IKB Deutsche Industriebank  trennen, berichtet das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Das hätten die Bundesministerien für Finanzen und Wirtschaft in der vergangenen Woche beschlossen.

Das Kanzleramt habe dem Verkauf bereits zugestimmt, hieß es. Vorher solle der von der KfW eingesetzte neue Vorstandsvorsitzende die IKB sanieren.

Die KfW brauche keine eigene Bank zur Förderung des Mittelstands wie die IKB, heißt es dem Magazin zufolge in der Bundesregierung. Stattdessen solle sich die KfW diesem Geschäftsfeld in Zukunft wieder mehr selbst widmen.

Die IKB war durch Spekulationen mit risikobehafteten US-Immobilienkrediten in eine finanzielle Schieflage geraten. An der Rettungsaktion für die Bank beteiligt sich die gesamte deutsche Bankenbranche. Gleichzeitig geriet die KfW-Bankengruppe, die einen Anteil von 38 Prozent an der IKB hält, für ihre Unterstützung des Düsseldorfer Instituts in die Kritik.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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