Autoabsatz Trend zum kleinen Flitzer

Die deutschen Autohersteller verbuchten auch im Juli zum Großteil sinkende Verkäufe. VW büßte 10,1 Prozent ein, Mercedes 4,5 Prozent und Opel 7,6 Prozent. Einige ausländische Marken erfreuten sich hingegen gestiegener Beliebtheit. Auch Kleinwagen legten um 14 Prozent zu.

Flensburg - Die Zahl der neu zugelassenen Pkw in Deutschland ist im Juli im Jahresvergleich um 2,7 Prozent auf 258.639 zurückgegangen. Wie das Kraftfahrtbundesamt mitteilte, wurden in den ersten sieben Monaten des Jahres mit insgesamt 1,835 Millionen Fahrzeugen 8,3 Prozent weniger Pkw neu zugelassen als vor einem Jahr.

Mit 51.046 Neuzulassungen im Juli führt VW  die Statistik an. Das sind 10,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Für Mercedes meldet das Bundesamt 26.191 Neuzulassungen (minus 4,5 Prozent). Nahezu gleich geblieben ist der Wert für BMW  (inklusive Mini) mit 23.442 Zulassungen.

Bei den deutschen Herstellern konnte Ford  einen besonders hohen Zuwachs verbuchen: Die Zahl der Neuzulassungen stieg binnen Jahresfrist um 16 Prozent auf 17.919. Noch stärker wuchs Smart mit plus 60 Prozent auf 3356 Fahrzeuge.

Bei den ausländischen Herstellern liegt Renault  mit 14.175 zugelassenen Autos an der Spitze, darunter seine Billigmarke Dacia. Dies sind 10,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auf Platz zwei folgt Toyota  mit 10.089 Personenwagen, dies bedeutet allerdings einen Rückgang von 12,7 Prozent. Skoda liegt im Juli auf Platz drei mit 9133 erstmals zugelassenen Autos, das sind 0,7 Prozent weniger als im Juli 2006.

Die Deutschen haben im Juli mehr Kleinwagen und weniger Luxusautos gekauft. Die Hersteller setzten 14 Prozent mehr Kleinmodelle ab. Dagegen entschieden sich ein Viertel weniger Autokäufer für einen Oberklassewagen als vor Jahresfrist.

Zuwächse meldet das Kraftfahrtbundesamt auch bei den Zulassungszahlen für Nutzfahrzeuge. So wurden 22.688 Lastkraftwagen neu zugelassen, 21,7 Prozent mehr als im Juli 2006. Im Marktsegment der Sattelzugmaschinen wurden 2795 Fahrzeuge erstmals zugelassen, das bedeutet ein Plus von 64 Prozent.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters

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