US-Autoabsatz BMW startet durch

Gegen den Trend konnten BMW, Audi und Porsche ihren Absatz in den USA steigern. Deutlich schlechter schnitten die US-Autobauer Chrysler, Ford und General Motors ab. Ihr Marktanteil ist einer Erhebung zufolge jetzt sogar unter 50 Prozent gesunken.

Frankfurt am Main/Detroit - Für die Autohersteller war der Juli in den USA überwiegend kein guter Monat. Außer den deutschen Herstellern BMW , der Volkswagen-Tochter Audi  und Porsche  berichteten am Mittwoch alle bekannten Hersteller über sinkende Absätze. Am schlimmsten erwischte es die heimischen Konzerne. So fiel der Absatz von Ford  um 19 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat auf 195.245 Stück. General Motors (GM)  musste einen Rückgang um 18,5 Prozent auf 320.935 Einheiten hinnehmen.

Auch die deutschen Hersteller DaimlerChrysler  und Volkswagen  erlitten Absatzrückgänge. Bei den Stuttgarten fielen die Verkäufe konzernweit um 9 Prozent auf 156.314 Fahrzeuge. Der Absatz der Marke Mercedes ging sogar um 14 Prozent auf 18.856 Stück zurück. Die bald nicht mehr zum Konzern gehörende Chrysler Group setzte mit 137.728 Einheiten 8 Prozent weniger ab.

Der Absatz des VW-Konzerns sank um 13,1 Prozent auf 19.653 Stück. Die Tochter Audi sorgte allerdings mit einem leichten Anstieg für etwas freundlichere Gesichter bei den Wolfsburgern: Die Verkäufe stiegen hier um 1,7 Prozent auf 7127 Einheiten.

Der Sportwagenbauer Porsche erhöhte den Absatz in Nordamerika um 2 Prozent auf 3414 Fahrzeuge. Während die Verkäufe beim Cayenne um 31 Prozent auf 1245 Stück nach oben schossen, wurden von der Boxter-Baureihe mit 1086 Einheiten 11 Prozent weniger verkauft als ein Jahr zuvor. Der Absatz der Baureihe 911 sank um 6 Prozent auf 1083 Stück.

Toyota-Verkäufe sinken

BMW entwickelte sich im Juli zum "Verkäufer des Monats". Die Münchener setzten konzernweit mit 28.364 Fahrzeugen 20,1 Prozent mehr ab als im Juli 2006. Von der Marke BMW wurden mit 24.295 Stück 21,0 Prozent mehr verkauft. Die Marke Mini wurde 4069 mal abgesetzt, das waren 15,3 Prozent mehr als im Juli 2006.

Der japanische Automobilhersteller Toyota  musste sich diesmal auf die Seite der Verlierer begeben. Konzernweit sank der Absatz um 3,5 Prozent auf 224.058 Fahrzeuge. Verantwortlich war die Marke Toyota, deren Verkäufe um 10,2 Prozent auf 112.153 Einheiten sank. Die Marke Lexus steigerte hingegen den Absatz um 8 Prozent auf 16.755 Stück.

Einem Experten zufolge ist der Marktanteil der US-Autohersteller an der Heimatfront im Juli zum ersten Mal in der Geschichte unter 50 Prozent gefallen. Nach Bekanntgabe von 95 Prozent aller Absatzdaten sei der Anteil der Noch-DaimlerChrysler-Tochter Chrysler, von Ford und GM auf 49,7 Prozent gesunken, sagte Jesse Toprak, leitender Analyst von Edmunds.com, am Mittwoch in Detroit. Die noch zu veröffentlichenden Marktdaten reichten nicht mehr aus, den Anteil der US-Hersteller über 50 Prozent zu hieven.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

Mehr lesen über