Japan Regierung verliert Mehrheit im Oberhaus

Die japanische Regierungskoalition von Ministerpräsident Shinzo Abe hat bei der Oberhauswahl am Sonntag eine schwere Niederlage erlitten.

Tokio - Nach Auszählung von 100 der 121 Sitze, die zur Wahl standen, kam Abes Liberaldemokratische Partei (LDP) auf 29 Sitze, ihr kleinerer Koalitionspartner Neue Komeito erreichte sechs Sitze, wie der Fernsehsender NHK berichtete.

Die größte Oppositionspartei der Demokraten kam bis dahin auf 55 Sitze. Damit war sicher, dass die Koalition ihre Mehrheit in der zweiten Parlamentskammer verlor hat, während die DPJ erstmals stärkste Partei wurde. Das ist aber nicht das Ende für Abe, da die Koalition im maßgeblichen Unterhaus weiter über eine Zweidrittelmehrheit verfügt.

Abe übernahm in der Wahlnacht die Verantwortung für die schwere Niederlage, will aber nach eigenen Worten im Amt bleiben. Laut Medien deutete er eine mögliche Kabinettsumbildung an. Er plane jedoch nicht, das Unterhaus für Neuwahlen aufzulösen, sagte Abe.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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