Konjunktur DIW hebt BIP-Prognose an

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr angehoben. Die Forscher rechnen jetzt mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,6 Prozent.

Berlin - Zuletzt hatte das DIW für 2007 ein Wachstum von 1,7 prognostiziert. Für 2008 wird weiterhin mit einem Zuwachs von 2,5 Prozent gerechnet, wie das Institut am Dienstag in Berlin mitteilte.

Aus Sicht der Berliner Ökonomen hält der Aufschwung in Deutschland an und wird zunehmend von der Binnennachfrage getragen. Derzeit seien noch die Investitionen Konjunkturmotor. 2008 übernehme dann der private Verbrauch diese Rolle. Dazu würden auch steigende Beschäftigung und größere Masseneinkommen beitragen.

Die wirtschaftliche Entwicklung führt laut DIW zu einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosenquote. Im laufenden Jahr werde die Arbeitslosenquote zunächst auf 8,8 Prozent und 2008 auf 7,9 Prozent sinken, hieß es. Im Jahresdurchschnitt rechnet das DIW 2007 mit rund 3,7 Millionen und im kommenden Jahr mit rund 3,3 Millionen Arbeitslosen.

Dem raschen Abbau der Arbeitslosigkeit stehe jedoch ein wachsender Fachkräftemangel gegenüber. Trotz des positiven Ausblicks auf dem Arbeitsmarkt warnte das DIW vor zu hohen Lohnforderungen der Gewerkschaften in den aktuellen Tarifauseinandersetzungen.

Nach den Erwartungen des DIW wird das Defizit im Staatshaushalt im laufenden Jahr auf unter zwei Milliarden Euro sinken. 2008 könnten Überschüsse erzielt werden, hieß es. Hintergrund seien die wachsenden Steuereinnahmen und die positive Arbeitsmarktentwicklung.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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