Gefährliche Exporte EU kritisiert China

Mit deutlichen Worten hat die EU-Kommissarin für Verbraucherschutz, Meglena Kuneva, ein härteres Durchgreifen Chinas gegen gefährliche Exporte gefordert.

Peking - "Es muss mehr getan werden", sagte sie am Dienstag bei einem Besuch in Peking. Kritik übte die Kommissarin auch an der bisher unzureichenden Reaktion chinesischer Behörden auf die Klagen aus Europa über unsichere Waren.

In zweitägigen Gesprächen sicherte Chinas Regierung zu, der EU künftig vierteljährlich zu berichten, was ihre Ermittlungen auf Grund europäischer Beschwerden erbracht haben. Die Hälfte der 2006 beanstandeten Waren in der EU stammten aus China. "50 Prozent ist zu hoch", sagte Kuneva. Der Anteil sei überproportional.

Ihr Besuch findet vor dem Hintergrund von Skandalen um gesundheitsgefährdende Stoffe in Nahrungsmitteln oder Tierfutter und giftige Zahnpasta aus China statt, die in den USA Wellen schlagen. In Europa war die Reaktion vergleichsweise zurückhaltend, doch gibt es schon lange Klagen etwa über gefährliche Elektroartikel, Feuerzeuge oder Schadstoffe in Nahrungsmitteln und Spielzeug aus China.

manager-magazin.de mit Material von dpa