Toyota Nach dem Beben

Der weltgrößte Autobauer Toyota hat den Produktionsausfall durch das Erdbeben in Japan auf 55.000 Fahrzeuge beziffert. Die Bänder in den meisten Fabriken sollten am Dienstag wieder anlaufen.

Tokio – Das erklärte Konzern-Präsident Katsuaki Watanabe am Montag auf einer Pressekonferenz. Trotz des mehrtägigen Stopps würden die Produktionsziele für 2007 erreicht. Auch Konkurrent Honda  und andere Wettbewerber kündigten an, ab Dienstag die Fertigung zumindest teilweise wieder aufzunehmen.

Nach Erdbebenschäden beim wichtigen Zulieferer Riken hatten alle acht japanischen Autobauer Ende vergangener Woche die Produktion in ihren heimischen Fabriken gestoppt. Mehrere Werke des Kolbenring-Herstellers waren durch das Beben am Montag vor einer Woche beschädigt worden. Riken stattet rund die Hälfte des Marktes mit den Teilen aus. Die Produktion läuft dort nach Firmenangaben aber wieder normal.

Toyota  kündigte nun an, ab Dienstag 20 der 31 Fertigungsstraßen in den zwölf heimischen Werken wieder anzufahren. Firmen-Präsident Watanabe betonte, dass der Ausfall der Fertigung nicht alarmierend sei. "Wir werden nun prüfen, wie wir die Einbußen zu gegebener Zeit wieder ausgleichen können", sagte er. Toyota peile für 2007 weiter an, rund 8,4 Millionen Autos zu produzieren. Einschließlich der Töchter Daihatsu und Hino beläuft sich das Ziel auf 9,34 Millionen. Das entspricht jeweils einem Anstieg um 6 Prozent zum Vorjahr.

Während Toyota weltweit einen Nachfrage-Boom erlebt, schwächelt der heimische Markt. Hier sank der Absatz des Marktführers in den ersten sechs Monaten um 10 Prozent auf 826.000. Dennoch sind die Fabriken in Japan voll ausgelastet, da Toyota 60 Prozent seiner zu Hause produzierten Autos exportiert.

manager-magazin.de mit Material von reuters