Deutsche Bahn Verhandlung abgebrochen

Die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer sind gescheitert. Nach Angaben der Deutschen Bahn gab es von der GDL kein Entgegenkommen. Stattdessen habe die Gewerkschaft ihre Forderungen sogar noch erhöht.

Berlin - Die Deutsche Bahn hat der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) heute zwar ein neues Angebot vorgelegt. Danach sollte ein neuer Berufs- und Ausbildungsvertrag geschlossen und ein Vergütungssystem entwickelt werden, um alle Mitarbeiter künftig besser nach Leistung und Qualifikation zu bezahln. Die GDL konnte diesem Vorschlag allerdings wenig abgewinnen.

Die Gewerkschaft erhöhte stattdessen ihre Lohnforderung, die sie bisher aufgestellt hatte. Statt der zuvor geforderten Lohnanhebungen um bis zu 31 Prozent forderte sie nun durchgängig höhere Gehälter von mindestens 31 Prozent.

Bahn-Vorstand Margret Suckale sagte nach den gescheiterten Verhandlungen, es habe keine Annäherung gegeben. Die Bahn sei " erschüttert und erstaunt darüber", dass die Lokführer-Gewerkschaft auf ihrer Forderung nach 31 Prozent mehr Lohn beharre.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer werde nun am Montag mit der Urabstimmung beginnen, sagte GDL-Chef Manfred Schell am Donnerstag vor Journalisten in Berlin. Das Ergebnis der Urabstimmung werde am 3. oder 6. August feststehen. Zuvor hatte es bei den Tarifverhandlungen zwischen GDL und Bahn erneut keine Annäherung gegeben. Wie die Streiks genau aussehen sollten, könne die GDL noch nicht sagen, fügte Schell hinzu.

Die GDL fordert einen eigenen Tarifvertrag für die rund 34 000 bei ihr organisierten Lokführer und Zugbegleiter mit deutlichen Gehaltsanhebungen. So soll das Anfangsentgelt für Lokführer von jetzt monatlich 1970 Euro auf 2500 Euro und das höchst mögliche Entgelt von 2142 Euro auf knapp 3000 Euro erhöht werden.

Die Bahn lehnt einen eigenen Spartentarifvertrag dagegen ab und will bei den Lohnanhebungen nicht über den mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA vereinbarten Tarifabschluss hinausgehen. Mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA hatte sich die Bahn auf eine Tariferhöhung von 4,5 Prozent ab 1. Januar 2008 sowie eine Einmalzahlung von 600 Euro geeinigt.

manager-magazin.de mit Material von ddp und dpa

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