Konjunktur Strom dämpft Preisauftrieb

Die Erzeugerpreise sind nicht so schnell gestiegen wie in der Vergangenheit. Unter anderem, weil die Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr sanken. So errechnet es das Statistische Bundesamt. Die Entwicklung dürfte auch die Inflation beeinflussen.

Berlin - Günstigere Energie hat im Juni den Preisauftrieb auf Erzeugerebene gedämpft. Die Produzentenpreise stiegen um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit 1,8 Prozent gerechnet, nachdem die Teuerung im Mai noch 1,9 Prozent betragen hatte. Diese Erzeugerpreise dienen unter anderem zur Bemessung der Inflationsrate.

Im Jahresschnitt 2006 lag sie mit 5,5 Prozent deutlich höher. Von Mai auf Juni zogen die Preise wie erwartet um 0,2 Prozent an. Der geringe Preisauftrieb geht vor allem auf die günstige Entwicklung von Energie zurück. Sie verbilligte sich um 1,4 Prozent im Vergleich zu Juni 2006. Ohne Energie hätte die Teuerung der Erzeugerpreise mit 2,8 Prozent deutlich höher gelegen.

Allerdings zeigte die Tendenz bei einigen Mineralölprodukten zuletzt wieder nach oben: Schweres Heizöl kostete 5,5 Prozent mehr als im Vormonat und Kraftstoffe ein Prozent mehr. Kräftig gestiegen sind erneut die Preise bei Vorleistungsgütern. Sie verteuerten sich um 4,9 Prozent.

Besonders für Vorleistungsgüter im Nahrungsmittelbereich wurde deutlich mehr verlangt. So kosteten Stärke- und Stärkeerzeugnisse sowie Futtermittel für Nutztiere jeweils gut ein Fünftel mehr als vor Jahresfrist.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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