Übernahmen Berlin will mehr Branchen schützen

Die Liste der Branchen, die die Bundesregierung vor ausländischen Investoren schützen möchte, wird nach Informationen von manager magazin immer länger. Anlass der Überlegungen ist die Sorge, ausländische Staatsfirmen könnten deutsche Konzerne schädigen.

Hamburg - Die Bundesregierung plant, sich in einer Vielzahl von strategischen Wirtschaftsbereichen ein Einspruchsrecht bei Unternehmensübernahmen vorzubehalten. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (20. Juli) am Kiosk erhältlich ist.

Zu den Branchen, die vor nicht erwünschten Aufkäufern geschützt werden sollen, zählen nach Informationen von manager magazin Netzwerkindustrien wie Telekommunikation, Energie, Post und Bahn, aber auch technologieintensive Branchen wie die Spezialchemie und der Maschinenbau.

Anlass der Überlegungen ist die Sorge, ausländische Staatsunternehmen könnten deutsche Firmen nachhaltig schädigen, etwa indem sie nach einer Übernahme wichtige Technologien abziehen.

Staatliche Fondsgesellschaften in China, Russland, den Golfstaaten und anderen Ländern verfügen Schätzungen zufolge zusammen über Vermögen in Höhe von 2,5 Billionen Dollar. Sie gelten als bedenklich, weil sie völlig intransparent agieren und nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Ziele verfolgen könnten.

Auch Staatskonzerne wie die russische Gazprom  sowie Electricité de France  und Gaz de France , die immer wieder Interesse an einer Expansion in Deutschland zeigen, erregen den Argwohn der Bundesregierung.